Gefahren für Kinder im Internet mit Ratschläge für die Eltern

Kinder im Internet

In der heutigen Zeit ist das Surfen im Internet auch für Kinder zur Normalität geworden. Kinder benutzen die sozialen Netzwerke, posten Bilder und nutzen das Internet für die Schule. Dennoch birgt das Internet große Gefahren. Die Eltern müssen sich um einen verantwortungsvollen Umgang ihrer Kinder mit den digitalen Medien kümmern. Wichtig hierfür ist erst einmal das Wissen, welche Gefahren das Internet überhaupt birgt.

Persönliche Daten preisgeben

Für viele Firmen bedeuten die persönlichen Daten eines Users bares Geld. Sie unternehmen deshalb sehr viel, um an diese Daten heranzukommen. Wichtig sind diesen Firmen und Adress-Händlern folgende Angaben:

  • Name
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • Email-Adresse
  • persönliche Vorlieben.

Kinder geben meistens sehr leichtfertig ihre persönlichen Daten weiter. Dies geschieht manchmal in einem Chat oder bei Gewinnspielen. Danach werden sie mit Spam-Mails überschüttet. Das kann ziemlich nervig sein. Noch schlimmer und gefährlicher sind aber Erwachsene, die diese persönlichen Daten für ihre pädophilen Neigungen nutzen. Auch andere digitale Medien nutzen die persönlichen Daten. WhatsApp hat heutzutage fast jedes Kind auf dem Handy. Unwissentlich werden durch diese App persönliche Daten preisgegeben:

  • bei der Abgleichung persönlicher Kontakte mit den Daten aus dem Adressbuch
  • nach der Installation von Apps.

Weiterhin geben Kinder oft viel aus ihrem Leben preis, indem sie Communitys nutzen und dort Bilder posten. Die Eltern können ihren Kindern beibringen, sich nicht mit ihrem richtigen Namen im Netz zu bewegen, sondern mit einem Nick-Name, durch den nicht auf den eigentlichen Namen geschlossen werden kann. Das Internet vergisst nichts. Selbst gelöschte Inhalte können nach Jahren wieder in Internet-Archiven gefunden werden. Außerdem können Eltern ihren Kindern eine zweite Email-Adresse anlegen, die beim Surfen verwendet werden kann. Diese Email-Adresse darf keine Rückschlüsse auf die Identität des Kindes liefern. Eltern müssen ihre Kinder warnen, sich in sozialen Netzwerken erkennbar zu machen. Außerdem sollten sich die Eltern selbst um die Installation von Apps kümmern.

Vorsicht vor gefährlichen Inhalten

Im Netz finden nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder gefährliche Inhalte, wie zum Beispiel:

  • Gewaltszenen
  • pornographische Seiten
  • rassistische Inhalte
  • aufhetzende Inhalte.

Pornographische Seiten dürfen in Deutschland nur von Erwachsenen geöffnet werden. Im Ausland sieht das schon wieder anders aus und die Kinder können auch einmal auf diese Seiten gelangen. Gewaltszenen können Kinder häufig im Internet sehen. Meistens werden sie auf YouTube schnell weiterverbreitet. Rassistische Inhalte werden im Internet durch harmlos wirkende Gruppen verbreitet. Eltern müssen sich dafür interessieren, welche Seiten ihre Kinder nutzen. Merken die Eltern, dass Kinder auf Seiten gelandet sind, die gefährlich und anstößig sind, können sie diese bei einschlägigen Stellen melden. Rechtliche Regelungen in Deutschland sind klar und verständlich. Die zuständigen Behörden werden schnell den Beschwerden der Eltern nachgehen.

Gefahr – Chat

Der Chat birgt viele Gefahren für die Kinder. Gibt es im Chat keine ausreichende Moderation, können Kinder sogar bedrängt und sexuell belästigt werden. Selbst, wenn sie solche Bedrängungen und Belästigungen nicht erleben, können Kinder auf Seiten mit problematischen Inhalten hingelenkt werden oder sie können Diskussionen mitverfolgen, deren Inhalte verstörend sein können. Es gibt Chats, die in Spiele oder Apps integriert sind. Diese Chats unterliegen keinerlei Kontrollmechanismen und bieten überhaupt keinen Schutz für die Kinder. Auch dort kann es zu Belästigungen und Mobbing kommen. Die Eltern müssen ihren Kindern also schon im Vorfeld Kinder-Chats zeigen, die für sie geeignet sind. Wichtig im Chat ist eine Moderation. Diese Moderatoren lesen mit und greifen gegeben falls ein, wenn es nötig wird. Ganz wichtig ist auch eine Aufklärung der Kinder seitens der Eltern. Die Kinder müssen wissen, dass sie nie sicher sein können, wer der Chat-Schreiber in der Realität ist.

Abzock-Seiten

Kinder nutzen gern Seiten im Internet, die ihre Lieblings-Produkte aufzeigen. Diese können sie beispielsweise in Serien oder Filmen oder in Werbespots gesehen haben. Viele der Seiten möchten Kinder längerfristig zu ihren Kunden machen und locken sie durch kostenlose Gewinnspiele oder Verlosungen. Es gibt aber auch vermeintlich kostenlose Angebote, die sich im Nachhinein als Kostenfallen entpuppen. Dazu gehören beispielsweise

  • kostenlos angebotene Klingeltöne
  • Software
  • Hausaufgabenhilfe
  • Online Spiele
  • Apps.

Registrieren sich die Kinder auf diesen Seiten, können sie sich schon unbewusst für ein Abo oder ein Kauf angemeldet haben. Auch Online Spiele können erst einmal kostenlos angeboten werden. Um sie aber nach ein paar Leveln weiterspielen zu können, müssen die Kinder virtuelle Leben oder Extras bezahlen. Die Eltern müssen ihren Kindern klarmachen, dass sie nie etwas abonnieren oder eine Club-Mitgliedschaft annehmen, ehe sie sich mit den Erwachsenen abgesprochen haben. Das Smartphone der Kinder können die Eltern selbst sicherer gestalten, indem beispielsweise die Drittanbietersperre aktiviert wird.

Urheberrechts-Verletzung

Urheberrechts-Verletzung

Das Urheberrecht schützt das geistige Eigentum. Internetseiten, die Filme oder Downloads kostenlos anbieten, sollten mit Vorsicht betrachtet werden. Eltern müssen ihren Kindern klarmachen, dass es rechtliche Folgen hat, illegal Musik oder Filme herunterzuladen. Auch Texte und Fotos ohne Wissen des Urhebers dürfen nicht weiterverbreitet werden.

 

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