Die Bedeutung von Mbit/s

Bedeutung von Mbit/s

Wenn es darum geht, sich einen Internetanschluss zuzulegen, fällt in diesem Zusammenhang oft der Ausdruck Mbit/s . Hier stellt sich den Verbrauchern dann oft die Frage, wobei es sich bei diesem Begriff eigentlich handeln mag. Außerdem ist das Angebot an Breitbandanschlüssen sehr groß und reicht vom Kabelanschluss über reguläres DSL bis hin zu LTE-Mobilfunk für zu Hause oder VDSL. Allerdings ist nicht jede dieser Varianten in jedem Haushalt verfügbar. Die Schnelligkeits der Datenübertragung wird bei einem Internetanschluss in Megabit pro Sekunde, also dem Mbit/s, gemessen. Während die schnellsten VDSL-Anschlüsse mit bis zu 100 Mbit/s punkten können, schaffen die Kabelanschlüsse sogar das Doppelte.

Insbesondere beim Herunterladen von großen Dateien macht sich die Übertragungsgeschwindigkeit bemerkbar. Um dies verständlich zu erklären, behelfen wir uns mit folgendem Beispiel: Soll der Inhalt einer beschreibbaren DVD mit einer Größe von 4,7 GB heruntergeladen werden, müssen die Nutzer bei einer Geschwindigkeit von 1 Mbit/s, die ein einfacher DSL-1000 Anschluss zur Verfügung sellt, mit einer Wartezeit von 10 Stunden und mehr rechnen. Mit einem Kabelanschluss von 200 Mbit/s Bandbreite jedoch ist das Herunterladen des gleichen Datenpakets binnen weniger Minuten erledigt.

Diese Unterschiede sind beim normalen Surfen im Internet jedoch kaum zu bemerken. Dennoch sollten sich die Verbraucher vor einer Buchung des Internet-Zugangs darüber im Klaren sein, zu welchem Surftypen sie gehören:

  • Der Gelegenheitssurfer
  • Der Streamer
  • Der Spieler
  • Der Datensammler
  • Die Großfamilie
  • Der Uploader
  • Der Abgeschnittene

Der Gelegenheitssurfer

Unterschiedliche Surfverhalten

Wer sich nur gelegentlich mit dem Internet beschäftigt und diese Technologie lediglich für Emails abrufen, Nachrichten lesen und vielleicht noch bei Facebook vorbeischauen benötigt, sollte einen regulären DSL-Anschluss buchen. Hier wird es in Bezug auf die Übertragungsgeschwindigkeit nur bei einem DSL-1000 Anschluss knapp, der jedoch in der Regel gar nicht mehr angeboten wird.

Der Streamer

Das Streamen von Musik- und Videosequenzen wurde spätestens nach dem Start von Spitify und Netflix immer beliebter. Für Musiktitel und Filme mit weniger spektakulärer Qualität reicht das reguläre DSL oft aus. Wer sich Videos jedoch in HD-Qualität anschauen möchte, wird einen DSL-Anschluss von mindestens 16 Mbit/s benötigen. Anderenfalls ist mit Qualitätsschwankungen und/oder Ladepausen zu rechnen.

Der Spieler

Wer das Internet für die Online Spiele nutzen möchte, wird wissen, dass diese Freizeitbeschäftigung nur mit einer qualitativ hochwertigen Internetverbindung Spaß macht, die nicht unbedingt schnell sein. Hierbei kommt es besonders auf die Latenzzeien an. Die Latzenzzeit teilt mit, wie schnell ein Internet-Anschluss auf Befehle reagieren kann, was nicht unbedingt mit der Übertragungsgeschwindigkeit zusammenhängen muss. Die Latzenzzeit hängt vielmehr davon ab, ob die Nutzer WLAN oder Netzwerkkabel zum surfen nutzen.

Der Datensammler

Verbraucher, die viele Daten tauschen und herunterladen, benötigen eine große Bandbreite beim Download oder beim Upload. Diesbezüglich bieten sich VDSL oder Kabel-Anschlüsse an, die Leistungen von 50 Mbit/s im Download sowie oft 10 Mbit/s für den Upload bieten. Wird jedoch zuviel Datenmenge heruntergeladen, müssen die Nutzer damit rechnen, in der Leistung vom Anbieter gedrosselt zu werden.

Die Großfamilie

Bei einer Großfamilie ist damit zu rechnen, dass der Internet-Anschluss nicht nur für das gelegentliche Surfen, sondern auch zum Spielen und Streamen verwendet wird. In diesen Fällen ist eine schnelle Internet-Verbindung nötig.

Der Uploader

Für manche Verbraucher ist nicht so sehr das Download-Tempo, sondern die Geschwindigkeit der Datenübertragung beim Upload von Bedeutung. Aus diesem Grund sollten sich Internet-Nutzer, die viele Daten hochladen, nach besonderen Tarifen umsehen, bei denen schnelle Uploads möglich sind.

Der Abgeschnittene

Immer noch gibt es in manchen Regionen der Bundesrepublik weder DSL noch Kabel. Für diese Haushalte bleibt dann meist nur der schnelle Mobilfunkstandard LTE, der jedoch einige Nachteile mit sich bringt. Zunächst einmal müssen sich die Nutzer den Anschluss in der Funkzelle teilen, wodurch das Internet recht langsam ist, wenn viele Surfer im Netz unterwegs sind. Außerdem gibt es meistens ein Downloadlimit und schließlich sind diese Internet-Zugänge in der Regel teurer als DSL oder Kabel.

 

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